BUJU 2021

Räumlich getrennt und trotzdem gemeinsam

Buntes Leben auch zu Zeiten von Corona. Als BUJU-Gemeinschaft trafen sich die jungen Leute via Internet zu Workshops, Gottesdienst und einer Aftershowparty (Feier nach der Veranstaltung). In kleinen Gruppen in ihren Gemeinden vor Ort, zu zweit oder zu dritt, wie es eben abhängig von Corona möglich war, kamen die jungen Menschen auch direkt zusammen. Coronabedingt gab es eine räumliche Trennung. Durch Gebet, Lobpreis und Inhalte kam die Gemeinschaft trotzdem zum Ausdruck.

 

Gottes Geist weht durchs Netz

Auf was die jungen Menschen nach Corona nicht mehr verzichten wollen, war eine der Fragen während der BUJU-Veranstaltung. Die Antworten reichten von »Gemeinschaft« über »Konzerte«, »Worship« (Anbetung), »Freizeiten«, »Freunde und Freundinnen« bis hin zu »Umarmungen«. Eine große Sehnsucht war in den Antworten spürbar. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und die große Freude, sich in kleinen Gruppen und mit vielen anderen am Bildschirm zu sehen, waren zu spüren. Bilder der Einzelnen und aus vielen kleinen Gruppen, die während der BUJU-Übertragung hochgeladen wurden, machten die Gemeinschaft spürbar und sichtbar. Die Band »Lautstark« begleitete die Veranstaltung mit vertrauten und neuen Liedern. »Das ist die Freiheit der Kinder Gottes«, sangen sie, »die Freiheit, die Gott uns gibt, weil er uns liebt«. Von dieser gemeinsamen Freiheit, die im Glauben erfahrbar ist, war etwas spürbar. Gottes Geist wehte durchs Netz.

 

Gemeinsam durch Wind und Wetter paddeln

Eine Podiumsdiskussion forderte dazu heraus, sich mit Alltagsrassismus auseinanderzusetzen. Drei junge Frauen berichteten von ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Sie öffneten die Schublade, die sonst häufig versperrt und verschlossen ist und forderten dazu auf, über Alltagsrassismus in der Gesellschaft zu sprechen und nicht zu schweigen. Dazu sei es nötig, sich der eigenen Privilegien bewusst zu sein. Es sei eine Entscheidung dafür nötig, sich mit Rassismus auseinandersetzen zu wollen, besonders von denen, die ihm nicht ausgesetzt sind. Die Diskussion machte deutlich, dass »wir alle in einem Boot sitzen und in unserer bunten Weltgesellschaft gemeinsam durch Wind und Wetter paddeln müssen«. > Linksammlung

 

Die Bibel als bunter Blumenstrauß

Harald Rückert, der für Deutschland zuständige Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche, beschrieb in seinem Workshop die Bibel als bunten Blumenstrauß. In ihr kämen unterschiedliche Erfahrungen zu Wort, die Menschen mit Gott gemacht haben. Dabei ging es um die Bedeutung, die dieses »Buch der Bücher« für heutige Menschen hat und wie die Bibel heute angemessen gelesen und verstanden werden kann. Die Bibel, so Rückert, spreche »mit ihren vielfältigen, bunten Geschichten in unseren Alltag hinein, so unterschiedlich er auch sein mag«.

 

Kreativität ist gefragt

Im Handlettering-Workshop ging es um einen gestalterischen und kreativen Zugang zur Bibel. Dabei sollten Bibeltexte nicht nur mit dem Kopf betrachtet werden, sondern durch die Gestaltung der Schrift, durch verschiedene Farben, Schreibweisen und Illustrationen zum Sprechen gebracht werden.

In drei Impulsen zu verschiedenen Bibelstellen wurde das BUJU-Motto »LIFE IS COLOURFUL« entfaltet. Es ging um den Regenbogen als Zeichen des Bundes (1. Mose 13,19), die Liebe Gottes, die allen gilt (Markus 7,24-30) und Christus, der alle verbindet (Galater 3,28).

Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich die jungen Leute in sogenannten »Breakout-Sessions«, eine Art Internet-Kleingruppen, um miteinander zu spielen, zu reden und Freundschaften zu pflegen. Auch wenn das BUJU nicht live stattfinden konnte, sondern nur digital übers Internet, gilt: »LIFE IS COLOURFUL«.

 

Der Autor

Lars Weinknecht ist Leiter des Kinder- und Jugendwerks Nord.